Fernverkäufe

Haben Sie ein Unternehmen in einem anderen EU-Land als den Niederlanden und verkaufen Sie in den Niederlanden Waren an Privatleute oder juristische Personen ohne USt-IdNr.? Und bei den Waren handelt es sich nicht um (fast) neue Transportmittel? Dann müssen Sie die Umsatzsteuer in dem Land berechnen, in dem sich Ihr Unternehmenssitz befindet.

Es gilt eine Ausnahme: die Regelung für Fernverkäufe. Bei Fernverkäufen bezahlen Sie die Umsatzsteuer nicht im Land des Sitzes, sondern in den Niederlanden. Bei einem Fernverkauf müssen Sie die folgenden beiden Voraussetzungen erfüllen:

  • Sie liefern die Waren beim Käufer in den Niederlanden ab. Das können Sie selbst tun, Sie können aber auch ein anderes Unternehmen damit beauftragen. Entscheidend ist, dass Sie den Transport oder die Transportkosten übernehmen.
  • Sie verkaufen in einem Kalenderjahr Waren mit einem Wert über dem Schwellenbetrag von 100.000 € an niederländische Privatleute oder juristische Personen ohne USt-IdNr.

Gilt die Regelung für Fernverkäufe für Sie? Dann müssen Sie sich registrieren beim Finanzamt/Geschäftsstelle für Auslandsfragen

Hinweis!

Überschreiten Sie den Schwellenwert von 100.000 € innerhalb eines Jahres? Dann gilt im darauffolgenden Jahr kein Schwellenbetrag. Sie bezahlen für alle Fernverkäufe Umsatzsteuer in den Niederlanden.

Schwellenbetrag nicht anwenden

Sie können sich auch dafür entscheiden, für alle Ihre Fernverkäufe Umsatzsteuer in den Niederlanden zu bezahlen, auch wenn Sie den Schwellenbetrag nicht überschreiten. Das müssen Sie dem Finanzamt in Ihrem Land allerdings vorab mitteilen.

Verbrauchssteuerpflichtige Waren

Der Schwellenbetrag von 100.000 € gilt nicht für verbrauchssteuerpflichtige Waren. Für verbrauchssteuerpflichtige Waren wie Bier, Wein und Zigaretten bezahlen Sie grundsätzlich Umsatzsteuer in den Niederlanden. Auch wenn der Betrag unter 100.000 € liegt.

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